Wohnraum mieten in Uruguay: Teil 3. Ein Haus in Uruguay. Worauf Sie bei der Auswahl achten sollten.
Anna Bamburova
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Das Erste, was irritiert, ist die Vorstellung, Uruguay sei ein warmes Land, in dem fast das ganze Jahr Sommer herrscht. Das ist nicht der Fall. Hier gibt es nicht nur einen Wechsel der Jahreszeiten, sondern auch einen Winter, der Ihnen ohne Heizung und bei starken kalten Winden das Leben im wahrsten Sinne des Wortes unerträglich machen kann.
Daher ist es bei der Auswahl eines Hauses (ich meine dabei eher die Anmietung: Ein gekauftes Haus können Sie nach Ihren Vorstellungen gestalten, während es sich kaum lohnt, in eine Mietimmobilie zu investieren) wichtig, Folgendes zu verstehen:
1. Wände.
Bei Wänden mit einer Stärke von einem halben oder einem ganzen Ziegel geben Sie in der kalten Jahreszeit deutlich mehr für die Heizung und in der warmen für die Klimatisierung aus.
Betonhäuser sind weit verbreitet. Bei ihnen sind nicht nur die Wandstärke, sondern auch ein Lüftungssystem besonders wichtig.
Achten Sie bei der Besichtigung von Häusern auf die äußeren Gebäudeecken und die Wände in den Badezimmern: Wenn dort Schimmel oder Schimmelspuren vorhanden sind, werden Sie auch weiterhin dagegen ankämpfen müssen, sobald die kalte Jahreszeit beginnt.
- Fenster.
Am häufigsten finden Sie Einfachfenster mit Einfachverglasung. Außen sind in der Regel manuell vom Hausinneren aus bedienbare Rollläden angebracht. Rollläden sind im Winter wie im Sommer praktisch – eindeutig ein Plus.
Ein Plus sind auch moderne Aluminiumrahmen mit Einfach- oder Doppelverglasung (ein echter Glücksfall!), gute Holzfensterrahmen sowie zusätzliche Rahmen mit Fliegengittern – sowohl in Wassernähe als auch weiter entfernt, denn Mücken sind überhaupt nicht scheu.
Achten Sie unbedingt darauf, ob es durch die Fenster zieht, da dies die Energieeffizienz des Hauses stark beeinflusst.
Eine Besonderheit der Rollläden hier ist, dass sich der Wickelmechanismus im Haus befindet. Er ist in der Regel in einem Kasten verkleidet, doch die gesamte Konstruktion bleibt eine recht unangenehme Quelle für unerwünschte Zugluft.
Fenstergitter sind in vielen Gegenden dennoch ratsam, wenn das Grundstück weder eingezäunt noch durch einen Elektrozaun gesichert ist.
- Badezimmer.
Die lokale Tradition ist ein Badezimmer mit Dusche und einem Fenster nach draußen. Wenn Sie eine klassische Badewanne bevorzugen, ist die Auswahl sehr begrenzt, die Kosten dagegen hoch.
Entscheidend ist, wie das Warmwasser erzeugt wird. Mit Gas ist es günstiger und komfortabler.
Wenn es sich um einen elektrischen Warmwasserspeicher handelt, sollten Sie auf Folgendes achten:
a) ob er bereits installiert ist oder ob Sie ihn kaufen und installieren müssen; b) welches Fassungsvermögen er hat, falls er bereits installiert ist (aus unbekannten Gründen werden selbst in Häusern mit zwei oder drei Schlafzimmern gern 30-Liter-Wassererhitzer installiert); c) ob alle Warmwasserentnahmestellen im Haus an einen einzigen Wassererhitzer angeschlossen sind oder mehrere Geräte benötigt werden.
Für elektrische Warmwasserbereiter können Sie Zeitschaltuhren verwenden, die das Gerät zu vorprogrammierten Zeiten ein- und ausschalten und so den Stromverbrauch senken.
- Duschkopf.
In etwas älteren Häusern sind oben und unten fest installierte Duschköpfe angebracht, und nicht immer lässt sich daran ein Duschkopf mit flexiblem Schlauch anschließen. Dies ist wichtig, wenn Sie den Komfort einschätzen.
In hochmodernen Häusern werden sowohl Duschpaneele als auch Regenduschköpfe installiert. Achten Sie auch auf die Größe der Duschkabine, da Duschen, die so klein sind, dass selbst sehr schlanke Menschen sich unwohl fühlen, durchaus häufig vorkommen.
- Fenstergitter und Sicherheit.
Rollläden haben hier oft Wickelmechanismen im Haus und können eine Kältequelle sein. In vielen Gegenden sind Fenstergitter sinnvoll, insbesondere wenn das Grundstück nicht bewacht und nicht eingezäunt ist.
Wir werden das Thema Immobilien im nächsten Teil fortsetzen.