Antwort
Georgien und Armenien werden als Beispiele für Drittländer genannt, über die Geld aus Russland nach Uruguay überwiesen werden kann. Dort ist vor der Weiterüberweisung ein Zwischenumtausch von Rubel in US-Dollar oder Euro möglich.
Solche Transitrouten werden genutzt, weil direkte Geldtransfers aus Russland erschwert sein können: Nicht alle Banken sind bereit, mit russischen Konten und Nachweisen zur Mittelherkunft zu arbeiten. Ein Drittland dient dabei als Zwischenstation, entbindet jedoch nicht von den Anforderungen an die Unterlagen.
Das Hauptrisiko einer Transitüberweisung besteht darin, dass die Nachvollziehbarkeit der Geldkette verloren geht. Vorab sollte klar sein, in wessen Namen die Zahlung erfolgt, welche Währung umgetauscht wird, welche Gebühren anfallen und welche Unterlagen den gesamten Weg des Geldes bis nach Uruguay einschließlich des Zwischenumtauschs belegen.