Antwort
Die Herkunft von Kryptowerten lässt sich nachweisen, wenn ihr Weg nachvollziehbar ist. Wichtig ist, nicht nur den aktuellen Bestand, sondern die gesamte Kette zu zeigen: mit welchen Mitteln der Vermögenswert erworben wurde, wo er verwahrt wurde, wie er transferiert wurde, wo er verkauft wurde und wohin das Fiatgeld geflossen ist.
Für eine solche Nachweiskette eignen sich Börsenauszüge, Kaufbelege, Wallet-Adressen, Transaktionskennungen und Abrechnungen zu den Transaktionen. Ein Screenshot der Wallet ist für sich genommen ein schwaches Argument, weil er die Herkunft des Vermögenswerts und den anschließenden Geldzufluss nicht erklärt.
Je größer der Betrag, desto detaillierter sollte der Verlauf rekonstruiert werden. Ein Verkauf über eine nachvollziehbare Plattform mit Auszahlung auf das persönliche Konto derselben Person wirkt transparenter als eine Reihe verstreuter Überweisungen von unbekannten Personen ohne erklärbare Verbindung zum ursprünglichen Kapital.