Antwort
Für einen regulären Daueraufenthalt muss ein regelmäßiges Einkommen nachgewiesen werden, das den Lebensunterhalt des Antragstellers und seiner Familie deckt. In älteren Richtwerten werden Beträge von rund 600–700 US-Dollar pro Person genannt; sie dürfen jedoch nicht als unveränderliche Regel verstanden werden.
Der Migrationsbehörde kommt es nicht nur auf die Höhe an, sondern auch auf die Stabilität der Einkünfte: Gehalt, Rente, Einnahmen aus Dienstleistungen, Mieteinnahmen, Zinsen oder andere rechtmäßige Einkünfte. Die Unterlagen müssen belegen, woher das Geld kommt, in welchen Abständen es eingeht und wem die Einkünfte zustehen. Ein einfacher Kontostand reicht in der Regel nicht aus, weil er keine künftigen Zahlungseingänge belegt.
Die Einkommenshöhe sollte unter Berücksichtigung der Familienzusammensetzung, der Miete und des tatsächlichen Budgets berechnet werden. Für eine Familie mit Kindern kann ein formaler Mindestbetrag weniger überzeugend wirken als ein Einkommen, das die üblichen Ausgaben deckt. Daher empfiehlt es sich, vor der Antragstellung einen aktuellen Richtwert für den konkreten Aufenthaltsgrund einzuholen und die Unterlagen darauf abzustimmen.