Antwort
Die tatsächliche Dauer kann deutlich länger sein als die beworbenen zwei Jahre. Für die argentinische Staatsbürgerschaft muss man das Land zwei Jahre lang nicht verlassen, doch in der Praxis kann der Weg bis zu sechs Jahre oder noch länger dauern.
Der Hauptgrund liegt nicht nur in der Aufenthaltsdauer, sondern im anschließenden Verfahren. Der argentinische Weg ist mit einem gerichtlichen Verfahren verbunden: Bis vor Kurzem waren die Gerichte für die Einbürgerung zuständig, und die Dauer hing davon ab, welchem Gericht der Fall zugewiesen wurde, von den Nachweisen über den Aufenthalt, der Auslastung und den Besonderheiten des jeweiligen Falls.
Daher beschreibt die Formel „Argentinien in zwei Jahren“ nur einen Teil des Weges. Für einen Vergleich mit Uruguay oder einem anderen Land sollte man nicht nur den Zeitpunkt berücksichtigen, ab dem ein Antrag gestellt werden kann, sondern den gesamten Ablauf: Aufenthalt, Dokumente, Antragstellung, Bearbeitung, Entscheidung und anschließende Ausstellung eines Reisepasses.