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Zu den größten Herausforderungen bei der Anpassung gehören der Verlust des gewohnten Gefühls von Kompetenz, die Sprache, Einsamkeit, die Langsamkeit des Alltags, Kosten und der Vergleich des neuen Lebens mit dem früheren. Zunächst kann das Land faszinierend wirken, doch dann können selbst gewöhnliche Warteschlangen, Verträge und die Wohnungssuche ermüdend werden.
Ohne Spanisch ist ein Erwachsener selbst bei einfachen Angelegenheiten auf einen Dolmetscher angewiesen: bei Handwerkern, Arztbesuchen, der Bank, der Schule oder der Wohnungsmiete. Das belastet das Selbstwertgefühl, besonders wenn man sich zuvor seiner beruflichen Kompetenz und seiner Stellung sicher fühlte. Ein russischsprachiges Umfeld hilft, ersetzt aber nicht die Einbindung in die lokale Gemeinschaft.
Für Familien ist es sinnvoll, vorab einen Unterstützungsplan zu erstellen: ein finanzielles Polster, Kontakte zu Ärzten, ein geregelter Schlafrhythmus, Sprachunterricht und regelmäßige Gespräche über die Belastung. Nicht jeder Wunsch wegzugehen bedeutet ein Scheitern, aber Entscheidungen sollten besser nicht im Krankheitsfall, bei Konflikten oder in Panik getroffen werden, sondern erst, nachdem sich der Alltag stabilisiert hat.