Antwort
Die zivil-militärische Diktatur in Uruguay wird gewöhnlich auf den Zeitraum von 1973 bis 1985 datiert – etwa zwölf Jahre. Als Beginn gilt die Auflösung des Parlaments durch Präsident Juan María Bordaberry am 27. Juni 1973, obwohl politische Gewalt, Notstandsmaßnahmen und der zunehmende Einfluss des Militärs bereits früher einsetzten.
Die Zeit war von Einschränkungen der politischen Freiheiten, Verfolgung, Inhaftierung, Folter und Emigration geprägt. Daher lässt sich der Zeitraum nicht auf ein einziges Datum des Staatsstreichs reduzieren: Für das Verständnis sind die vorausgehende Krise und der anschließende Übergang zur Demokratie wichtig.
Sie können sich mit dem Thema anhand des Museo de la Memoria, von Archiven, Gedenkstätten und Materialien uruguayischer staatlicher Institutionen und Menschenrechtsorganisationen befassen. Nutzen Sie für historische Informationen Quellen, die zwischen Ereignissen vor 1973 und dem offiziellen Zeitraum des Regimes unterscheiden.